Blogparade: Starke Frauen – eine Kurzbiografie

Blogparade Starke Frauen

Welche Frau hat dich in deinem Leben geprägt, beeinflusst oder inspiriert?

Welcher starken Frau (aus deinem näheren Umfeld) möchtest du mit einer Kurzbiografie ein Denkmal setzen?

Starke Frauen – ist das nicht so eine pseudo-feministische Phrase? Als wären nicht alle Menschen stark oder als müssten Frauen besonders stark sein? Das habe ich mich tatsächlich auch kurz gefragt und mich dennoch genau für diesen Titel entschieden. Was eine starke Frau für dich ausmacht, darfst nämlich du entscheiden. Und ich bin überzeugt, dass in den entstehenden Kurzbiografien ganz unterschiedliche Facetten des Adjektives ’stark‘ zum Ausdruck kommen werden.

Bei der Recherche zu diesem Blogparadenaufruf bin ich auf das Kinderbuch „Entdecke über 200 starke Frauen“ gestoßen. Dort geht es vorrangig um „Astronautinnen, Schriftstellerinnen, Königinnen, Wissenschaftlerinnen“, allen gemeinsam ist, dass sie „außergewöhnlich“ und „echte Vorbilder“ sind. Das ist sicher gut und wichtig. In meiner Blogparade soll jedoch auch Platz sein für Zwischentöne, für Schwächen, für das Unperfekte.

Denn ich liebe Biografien aller Art! In meinen Coachings und Gruppenkursen arbeite ich unheimlich gerne mit Frauen (und anderen Menschen) an ihren Lebensgeschichten. Je unterschiedlicher und vielfältiger, desto besser! In jeder einzelnen zeigt sich, wie bunt das Leben sein kann und welch großer (Über-)Lebens- und Gestaltungswille in uns steckt. Verblüffend oft finden sich Gemeinsamkeiten, aber gerade auch andersartige Lebensentwürfe bieten ein großes Lernfeld für mich.

Mein Herzenswunsch ist es, dass wir gemeinsam mit dieser Blogparade „Starke Frauen – eine Kurzbiografie“ scheinbar ganz normalen Frauen aus unserem Umfeld ein Denkmal setzen. Die Frau, über die du schreibst, kann natürlich, muss aber nicht, Wissenschaftlerin, Politikerin oder Künstlerin sein. Sie kann Großes vollbracht haben oder ganz im Verborgenen ihren Einfluss ausüben. Du alleine entscheidest, welche Frau stark für dich ist. Ich selbst schreibe hier über meine Oma, eine einfache schwäbische Hausfrau.

So kannst du an meiner Blogparade teilnehmen

  • Wähle eine Frau, die dein Leben positiv beeinflusst hat und der du mit einer Kurzbiografie ein Denkmal setzen möchtest.
  • Verlinke meine Blogparade „Starke Frauen – eine Kurzbiografie“ in deinem Artikel, am besten gleich in der Einleitung.
  • Kommentiere hier unter diesem Beitrag und hinterlasse den Link zu deiner Kurzbiografie. Optional kannst du auch einen ‚Teaser‘ schreiben, der auf deinen Artikel neugierig macht.
  • Falls du dort aktiv bist, verwende auf Instagram gerne den Hashtag #starkefrauenkurzbiografie damit wir dich finden.

Die Blogparade läuft bis 12. November 2023.

Wenn du (noch) keinen eigenen Blog hast, kannst du mir deinen Artikel auch gerne per Email schicken, dann werde ich ihn auf meinem Blog unter deinem Namen als Gastartikel veröffentlichen.

Starthilfe Kurzbiografie

Eine der ersten Reaktionen, als ich von meiner Blogparade erzählte, war sinngemäß: „Oh, da fällt mir sofort jemand ein! Aber wie soll ich ihr ganzes, sehr bewegtes Leben in einen einzigen Blogartikel quetschen?“ Gute Frage, nicht umsonst erscheinen viele Biografien ja auch gleich als Buch.

Um dir das Schreiben zu erleichtern, findest du hier einige Anhaltspunkte:

  • Bei deiner Kurzbiografie entscheidest du, was du über die von dir gewählte Frau erzählen möchtest und welche ihrer Lebensstationen zum besseren Verständnis für deine Leser*innen wichtig sind. Es muss nicht der komplette Lebenslauf enthalten sein!
  • Klassischer Aufbau (an den du dich halten kannst, aber nicht musst):
    • Kurze Einleitung: Erzähle in wenigen Sätzen, warum du diese Frau für die Kurzbiografie ausgewählt hast.
    • Hauptteil: Fasse die Lebensgeschichte, chronologisch, anhand einiger wichtiger Eckdaten zusammen.
    • Schluss: Beschreibe, welche Bedeutung diese Frau für dein Leben hat(te), warum du ihr ein Denkmal setzen möchtest.
  • Einige wichtige Eckdaten könnten sein:
    • Wann, wo und in was für eine Familie hinein wurde die Person geboren?
    • Welche Lebensumstände haben sie geprägt?
    • Ist der historische oder soziale Kontext für ihre Entwicklung von Bedeutung?
    • Welche Ereignisse haben ihr Leben gravierend beeinflusst oder verändert?
  • Was macht diese Frau so besonders (für dich):
    • Hat(te) sie besondere Begabungen oder Eigenschaften?
    • Wie/ wodurch hat sie dich inspiriert, beeindruckt, begeistert?
    • Wie ist sie mit Herausforderungen umgegangen?
    • Wie könnte ihr Lebensmotto lauten?
  • Dein persönlicher Bezug:
    • Wann, wo, wie hast du diese Frau kennengelernt?
    • Was möchtest du dir von dieser Frau abschauen?
    • Gibt es etwas, was du ihr gerne sagen möchtest/ ihr hättest sagen wollen?

Los geht’s, ich bin schon sehr gespannt auf deinen Beitrag!

Während der Blogparade „Starke Frauen – eine Kurzbiografie“ teile ich eure Artikel auf Instagram und Facebook, natürlich freue ich mich ebenfalls über Verlinkungen und Empfehlungen. Falls dir jemand einfällt, der auch teilnehmen sollte, leite den Blogparadenaufruf gerne weiter!

27 Kommentare

  1. Liebe Carolin,
    es gibt einige Frauen, die mir hier in den Sinn kommen. Alles keine Berühmtheiten und dennoch finde ich es mehr als angebracht, ihnen auf diese Weise die nötige Wertschätzung zu zeigen. Danke für diese Blogparade. Da schreibe ich sehr gerne etwas. Liebe Grüße
    Danielle

    1. Liebe Danielle,
      ja, das war auch mein Gedanke: Es gibt so viele tolle Frauen, die einen genauso tollen Blogartikel verdienen. Ich überlege schon, wie ich die Kategorie „Kurzbiografie Starke Frauen“ hier fest installieren kann. Auf jeden Fall freue ich mich auf deinen Beitrag!
      Herzliche Grüße
      Carolin

  2. Liebe Carolin,
    wie angekündigt möchte auch ich mich beteiligen. Mir schwebt eine sehr gute Freundin vor, deren Einverständnis ich allerdings brauche, denn zumindest für gemeinsame Bekannte wird sie erkennbar sein. Ob sie das möchte, kläre ich ab.
    Liebe Grüße und danke für das super Thema!
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      super, dass dir gleich jemand zum Thema „Starke Frauen“ eingefallen ist. Ich hoffe natürlich sehr, dass deine Freundin ihr ok gibt und warte gespannt auf deinen Artikel! 🙂
      Herzliche Grüße
      Carolin

  3. Liebe Carolin,
    jetzt habe ich mir gerade Deine Blogparade angesehen und möchte Dir etwas dazu schreiben. Ich merke, dass ich auf Deine Blogparade nicht so einfach antworten kann. Eine Kurzbiografie über eine andere Person zu verfassen finde ich herausfordernd und eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Aus meiner Sicht braucht das eine Abstimmung mit und das Einverständnis von dieser Person. Denn ich schreibe ja nicht über mich oder von mir, sondern über eine andere Frau. Starke Frauen zu nennen, oder zu schreiben, wer mich warum oder womit inspiriert hat, an einer bestimmten Stelle im Leben bedeutend für mich war … all das fände ich leichter. Ich dachte, das melde ich Dir einfach mal zurück. Ich war viele Jahre in der Unternehmenskommunikation und weiß aus vielen Beiträgen im Kontext von Mitarbeitermagazinen etc., dass es immer eine sehr besondere Arbeit ist, Beiträge über andere zu verfassen, insbesondere mit biografischen Inhalten. Ungefragt eine Kurzbiografie über eine Person zu schreiben, die aus meinem privaten Umfeld kommt und die mit dem Ort der Veröffentlichung vermutlich gar nichts zu tun hat, fühlt sich für mich persönlich nicht gut an. Daher leider kein Beitrag zur Parade. Ich hoffe, meine ehrliches Feedback ist dennoch hilfreich für Dich. Viele liebe Grüße, Sabine 🙂

    1. Liebe Sabine,

      vielen Dank für dein Feedback! Tatsächlich ist das ein Punkt, der sicherlich mit dazu beiträgt, dass sich die Resonanz auf meine Blogparade bisher in Grenzen hält.

      Da ich von vorneherein für meinen ersten Beitrag meine (tote) Oma im Kopf hatte und später wahrscheinlich Interviews zu dieser Reihe führen möchte, kam mir der Gedanke daran gar nicht, wie wohl damit umzugehen wäre, ungefragt über eine fremde Person zu schreiben. Das einfachste wäre ja, die Person zu fragen, ob sie einverstanden ist. Eine andere Variante, die auch jemand gewählt hat, besteht darin, Namen so zu ändern, dass nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, um wen es geht.

      Allerdings verstehe ich, wenn du dich damit unwohl fühlst und finde es gut, dass du die Verantwortung, die mit dem Schreiben einer Kurzbiografie einhergeht, hier hervorhebst.

      Zum Begriff Kurzbiografie: Auch dieser Begriff ist vermutlich etwas unglücklich gewählt, weil damit ein gewisser Anspruch auf Vollständigkeit einherzugehen scheint. Ich finde es eben ungeheuer spannend, die Lebensumstände eines Menschen mit einzubeziehen, weil sie die Person letztendlich ja mit zu dem gemacht haben, was sie war/ ist. Was/ wie viel man über das Leben der anderen schreiben möchte, bleibt jedem aber natürlich freigestellt. Vielleicht ändere ich das für die zweite Hälfte der Blogparade sogar noch?

      Herzliche Grüße
      Carolin

    1. Liebe Anja,

      oh, wow, ich freue mich sehr über deinen Beitrag und die spannende Biografie von Anna Coleman-Ladd!

      Eine wirklich starke Frau, die wohl das Leben vieler kriegsversehrter Männer ‚gerettet‘ hat. Mir war das Schicksal solcher Männer bisher gar nicht bewusst, ebenso hatte ich noch nie von diesen Gesichtsmasken gehört. Sehr spannend, ganz herzlichen Dank fürs daran Teilhabenlassen!

      Sehr lesenswert finde ich auch deine 5 1/2 Lebenslinien-Fragen! Die Liebe zu Lebensgeschichten eint uns 🙂

      Herzliche Grüße
      Carolin

  4. Moin Carolin,
    vielen Dank für diesen schönen Aufruf und die Erinnerung an die „echten“ Heldinnen. <3
    Starke Frauen müssen nicht immer Heldinnen der Geschichte sein, etwas erfunden, sich politisch engagiert oder sonst wie die Welt verändert haben. Selbst die berühmten Frauen waren Mutter, Schwester, Ehefrau und vor allen sie selbst. Damit haben sie die Welt in jedem Fall verändert: für ihre Liebsten. Damals habe ich immer gesagt, dass ich später einmal so sein möchte wie meine Mutter. – Dabei kann ich, besonders rückblickend, nicht sagen, dass sie (bei meiner Erziehung) alles richtig gemacht hat. Teilweise ist sogar eher das Gegenteil der Fall. Trotzdem bewundere ich sie. Dieses ist ihre Geschichte.
    https://gedankenteiler.blog/eine-echte-superheldin
    Ich wünsche dir einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.
    Liebe Grüße
    Rosi

    1. Liebe Rosi,

      was für ein berührender Beitrag über (d)eine Superheldin – deine Mama! Ganz herzlichen Dank fürs Beitragen und Teilen! Es steckt so viel Liebe darin! Ich habe die bewegende Kurzbiografie deiner Mutter sehr gerne gelesen und hatte öfters Tränen in den Augen.

      Und etwas ganz besonderes war es für mich, von dir in der Einleitung zitiert zu werden, das hat mich riesig gefreut.

      Liebe Grüße
      Carolin

  5. Hallo liebe Carolin.

    Das war ein sehr spannendes Thema für eine Blogparade!
    Und ich freue mich sehr, dass mir die „starke Frau“ die mir dafür in den Sinn gekommen ist, spontan für ein Interview zugesagt hat.

    Bis 1981 waren Fürsorgemaßnahmen und Fremdplatzierungen Teil der Schweizer Sozial- und Familienpolitik. Kinder, wie Uschi Waser, die in diese Mühle gerieten, verbrachten nicht selten ihre gesamte Kindheit in Heimen, in denen Misshandlungen, Missbrauch und Zwangsarbeit zur Tagesordnung gehörten.
    Heute kämpft sie dafür, dass dieser dunke Teil der Schweizer Geschichte ans Licht kommt.
    Dafür bewundere ich sie.

    Danke für diesen wunderbaren Anstoss, denn normalweise schreibe ich über ganz andere Dinge…

    Der Link zu meinem Blogartikel: https://edithgould.ch/starke-frauen-eine-kurzbiographie-ueber-uschi-waser/

    1. Liebe Edith,

      vielen Dank für deinen Beitrag zu meiner Blogparade! Ich freue mich wirklich sehr, dadurch so viele beeindruckende Frauen kennenzulernen. Stark, dass du mit deinem Artikel Uschi Wasers Mission weiterträgst.

      Bisher hatte ich noch nie von den Jenischen gehört.
      Uschis Lebensgeschichte ist unfassbar. Ich hätte auch nicht gedacht, dass in der Schweiz solche naziähnlichen, menschenverachtenden Strukturen vorherrschten. Wirklich stark und beeindruckend, dass Uschi die Kraft hatte, sich ihr eigenes zurückzuerobern und nun für die Aufarbeitung dieser Verbrechen kämpft!

      Herzlichen Dank und liebe Grüße
      Carolin

    1. Liebe Birgit,
      schön, dass du mit diesem Artikel über Virginia Satir Teil meiner Blogparade bist!

      Bisher kannte ich Virginia Satir nur dem Namen nach, d.h. ich weiß natürlich um ihre wichtige Rolle für die systemische Therapie, aber ich habe mich noch nicht eingehender mit ihr befasst. Daher kommt dein Artikel wie gerufen.

      Die fünf Freiheiten sprechen mich sehr an, ich versuche genau danach zu handeln und zu leben.

      Herzlichen Dank für diesen Impuls und liebe Grüße
      Carolin

    1. Liebe Heidrun,
      ich sehe gerade, dass ich deinen Beitrag hier noch gar nicht kommentiert habe! Wir waren damals zwar kurz per Mail im Austausch, aber ich möchte dir auf jeden Fall auch an dieser Stelle nochmal für diesen tollen Artikel danken! Ich kannte Clärenore Stinnes bisher nicht und war schwer beeindruckt von ihrem mutigen Leben: Sie hat als erster Mensch die Welt in einem PKW umrundet, und das in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts! Der Film dazu steht noch auf meiner to-watch-Liste 🙂 Besonders gut gefallen hat mir, wie du im letzten Teil des Artikels beschreibst, wozu du selbst durch Clärenores Leben inspiriert wurdest.
      In diesem Sinne: Einfach mal mutig sein!
      Liebe Grüße
      Carolin

  6. Dein Beitrag ist nicht nur eine Hommage an starke Frauen, sondern auch eine Ermutigung für uns alle, unsere eigenen Stärken zu erkennen und sie zu nutzen. Danke, dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt und uns dazu inspirierst, die Welt mit den Augen dieser beeindruckenden Frauen zu sehen!

    Liebe Grüße,
    Sandra Eule

    1. Liebe Sandra,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich ja, dass der Blogparadenaufruf jetzt noch gefunden wird und inspirieren kann. Es ist doch eine schöne Sammlung an Kurzbiografien sehr interessanter Frauen zustande gekommen. Und du hast recht, letztendlich geht es ja darum, die Stärken, die wir an anderen bewundern, auch in uns selbst (wieder-)zuentdecken und zu (re-)aktivieren. Hast du auch so eine Frau, die dich selbst positiv beeinflusst hat?

      Herzliche Grüße
      Carolin Weise

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